SETTING

 

Ein Draht, eine Fläche. Bei der Arbeit „setting“ geht es um die Verformung vom Zweidimensionalen ins Dreidimensionale. Was ist Spannung und wie zeigt sie sich in einer absolut minimalistischen Darstellung.

Die rechteckige Fläche aus dünner PVC-Folie wird in die aus einem Stahldraht gebogene Fassung eingespannt. Der Draht, der die Fläche in Form hält und Spannung erzeugt, ist zugleich die Nadel, die die Brosche am Körper befestigt. Somit wird die Fläche erst durch die Handlung des Anbringens der Fassung zum Schmuckstück. 

Da jede Fassung unterschiedlich einsetzbar ist, entsteht je nach Winkel oder Seite, an der sie angebracht wird, eine unterschiedlich starke Biegung oder auch Verzerrung.

Ann-Kathrin Hartel

Abschlussarbeit 2016

Akademie der Bildenden Künste Nürnberg,
Freie Kunst / Gold- und Silberschmieden

Betreuer:
Prof. Suska Mackert

 

 

 

THE BODY IS PRESENT

 

Die Arbeit „The Body is Present“ untersucht die Funktion der Disziplinen Handwerk, Design und Kunst. Durch die physische Schwere, Materialität oder schiere Verweigerung von Praktikabilität werden die Objekte ihrer Funktion des Tragens enthoben. Werden also von praktischen Designobjekten zu reinen Kunstgegenständen. Sie laden den Betrachter und „Träger“ zur Diskussion über die vermeintliche Funk­tion von gewohnten Dingen ein und damit auch zur Reflexion über die Aufgabe der unterschiedlichen Disziplinen. Wo grenzen sie sich voneinander ab, was haben sie gemeinsam, was können sie leisten? 

Eine wichtige Aufgabe sowohl von Kunst, als auch von Design und Handwerk besteht darin, immer wieder auf gesellschaftliche Zustände und Veränderungen einzugehen. Dinge des alltäglichen Lebens müssen anecken, irritieren um Allgemeingültigkeiten neu hinterfragen zu können.

Nadine Kuffner

Freie Arbeit 2016

Akademie der Bildenden Künste München
Klasse für Schmuck und Gerät

Betreuer:
Prof. Karen Pontoppidan