MAMELLE

 

„mamelle“ ist ein Messgerät zur sofortigen vor-Ort-Diagnostik von Euterentzündungen bei Milchkühen. Diese Erkrankung tritt sehr häufig in der Milchviehhaltung auf und kann zu einer erhöhten Keimbelastung der Milch bis hin zum Tod des Tieres führen. Die Behandlung erfolgt durch Antibiotika. Um das richtige Antibiotikum verabreichen zu können, muss die Art der krankmachenden Keime identifiziert werden.

Bislang wird dazu eine Milchprobe im Labor untersucht. Vom Zeitpunkt der Milchprobenentnahme bis zum Ergebnis vergehen mehrere Tage. Häufig wird bereits vor der Labor­analyse auf Verdacht behandelt, da dies die einzige Möglichkeit ist, sofort auf die Erkrankung zu reagieren. Nach Erhalt der Analyseergebnisse wird die Behandlung angepasst, also ggf. ein weiteres Antibiotikum verabreicht, das genau auf den vorherrschenden Keim abgestimmt ist.

„mamelle“ ermöglicht eine sofortige Untersuchung der Milch. Das Messgerät vereint die Probenentnahme, die Messung und die Anzeige der Ergebnisse in einem Produkt. Mithilfe der Raman-Spektroskopie, einem optischen Messverfahren, werden Art und Anzahl der Krankheitserreger innerhalb weniger Sekunden ermittelt. So ist es möglich, sofort die richtige Behandlung einzuleiten. Die Kuh kann schnellstmöglich genesen und der Einsatz von Antibiotika wird auf das Nötigste reduziert.

Janina Hünerberg

Bachelorarbeit 2016

Muthesius Kunsthochschule Kiel
Studiengang Industriedesign

Betreuer:
Prof. Detlef Rhein
Prof. Dr. Rosan Chow

 

 

 

NINI AMICI

 

„Nini Amici“ sind kleine Tierfreunde aus Ulmenholz. Durch ein magnetisches Stecksystem können den drei Grundkörpern verschiedene Körperteile angeheftet werden, die je nach Tier als Kopf, Schwanz, Buckel, Höcker etc. fungieren. Durch die stilisierte Formensprache können eine Vielzahl bekannter Tiersilhouetten nachgeahmt, aber auch ganz neue Kreaturen im fantasievollen Spiel zum Leben erweckt werden. Es entsteht ein dynamisches Spiel, das sowohl für Kinder als auch für Erwachsene voller Überraschungen steckt. Die NINIs können entweder fertig gekauft oder mittels eines Bausatzes selbst hergestellt werden. Sie entstanden durch den Wunsch, den Dingen wieder mehr emotionalen Wert zu geben und sind nun Teil des Unternehmenskonzeptes „Dingwerkstatt“, das durch DIY-Produktideen Bewusstsein für faire Produktionsbedingungen und angemessenen Konsum schaffen will.

Nina Renth

Bachelorarbeit 2015

Hochschule Coburg
Studiengang 
Integriertes Produktdesign

Betreuer:
Prof. Anne Bergner