Krankheiten auf Wanderschaft

 

Die Arbeit beschäftigt sich mit der weltweiten Ausbreitung von Infektionskrankheiten, die durch Mücken übertragen werden und eine Möglichkeit, dagegen zu agieren. Wichtige Faktoren in diesem Themenkomplex sind der internationale Handel, der die Mücken weltweit verbreitet, der Klimawandel, der die Lebensbedingungen der Mücken auch in kalten Regionen verbessert und Reisende, die ungeschützt in tropische Länder reisen und die Krankheiten von Land zu Land verschleppen. Das Zusammenspiel dieser drei Faktoren bildet ein nicht zu unterschätzendes Risiko bei der Ausbreitung einer Epidemie. 

Ein aktuelles Beispiel ist der Zika-Virus in Brasilien. Es entstand das Konzept einer Ausstellung im Flughafen mit dem Ziel, Reisende über die potentielle Gefahr der Mücken aufzuklären, da sie einen wesentlichen Teil zur Verbreitung beitragen. Im Rahmen der Arbeit wurde ein Teil der Ausstellung konzeptionell und gestalterisch ausgearbeitet und in einem Video simuliert. 

Das Interaktionskonzept ist an die realen Untersuchungs­abläufe von Stechmücken im Labor angelehnt. Die intuitive Bedienung wird durch eine Kombination aus Touch- und Gestensteuerung sowie tangible interactions erzielt. Durch die starken Analogien zur Wirklichkeit, die sich sowohl im Interaktionskonzept als auch in der formalen Gestaltung widerspiegelt, wird ein positives Nutzererlebnis generiert, das den Lerneffekt steigert. Der Höhepunkt bei der Bedienung der Medieninstallation entsteht beim Nutzer durch das Auflegen der Hand auf das Touchdisplay. Durch Projektionen auf die Hand erfährt der Ausstellungsbesucher den Stich einer infizierten Mücke am eigenen Leib.

Alexandra Dercho
Claudia Gruber
Surya Wöhrle

Bachelorarbeit 2016
Hochschule für Gestaltung
Schwäbisch Gmünd
Studiengang Interaktionsgestaltung

Betreuer: 
Prof. Jens Döring
Prof. Jörg Beck

 

 

 

DIAMATE

 

Mobile Management-Applikation für Diabetiker

Die Anwendung unterstützt, entlastet und begleitet den Nutzer und sein persönliches Umfeld im Alltag und ist für die Apple Watch und das iPhone verfügbar. Sie vereint verschiedenste Therapien und Geräte miteinander, um dem Patienten ein umfassendes Gesamtbild zu bieten. Auch Angehörige und Außenstehende können mit Hilfe der Applikation den Träger in seiner Behandlung unterstützen, egal ob durch Synchronisierung eines Zweithandys für Angehörige oder direkte Anleitungen für Außenstehende mittels der Smartwatch. 

Der Diabetiker hat auch die Möglichkeit, sich von einer zusätzlichen Lampe unterstützen zu lassen, sollte er die Uhr nicht angelegt haben. „Diamate“ unterstützt und entlastet den Diabetiker in der Kontrolle der aktuellen Werte und Therapieoptionen, im Austausch mit anderen Patienten oder dem Arzt, in Notfällen und durch eine automatische Dokumentation. Somit bietet „Diamate“ dem Nutzer die Möglichkeit, seine Behandlung unauffällig in das tägliche Leben zu integrieren.

Janette Majer
Ann-Katrin Spörl

Bachelorarbeit 2016

Hochschule für Gestaltung
Schwäbisch Gmünd
Studiengang Interaktionsgestaltung

Betreuer: 
Prof. Hans Krämer
Prof. Jörg Beck